logoneu

Gründung der Kolpingsfamilie Oberntudorf

Die Kolpingsfamilie Oberntudorf hat ihren Ursprung in der Jungmännergemeinschaft St. Georg in Oberntudorf. Durch Beschluß ihrer Generalversammlung vom 30. Januar 1947 wurde die bisherige Jungmännergemeinschaft St. Georg in eine Kolpingsfamilie umbenannt, deren Präses Ortspfarrer Josef Fust wurde.

Antrag

Die Gründungsfeier mußte zunächst von der Militärregierung in Büren genehmigt werden

Es waren 16 Mitglieder, die sich in die Liste eintrugen und folgenden Vorstand wählten:

Senior Josef Meier

Consenior Josef Thiele

Schriftführer Josef Werner

Kassenwart Heinrich Wessel

Spielwart Anton Hecker

Laut Beschluß sollten die monatlichen Versammlungen jeweils am nächsten Donnerstag nach dem gemeinschaftlichen Kommunionsonntag stattfinden. Die Aufnahmegebühr betrug damals 1,- DM, der monatliche Beitrag -,50 DM. Es gab keine Übergangsschwierigkeiten, denn sofort entwickelte sich reges Vereinsleben. So konnte die von der Jungmännergemeinschaft übernommene Theatergruppe schon am 9. Februar 1947 drei Theater-Luststücke aufführen.

Der erste KoIping-Kostümball fand bereits am 6. Februar statt. Das übernommene Sparbuch wurde am 6. März umgeschrieben auf den Namen der Kolpingsfamilie Oberntudorf. Die Mitgliederzahl stieg an, und am 16.  März 1947 zählte man bereits 60 Mann, von denen zur Mitgliederversammlung 48 erschienen waren. Hier verlas der Präses die allgemeinen Satzungen, die einstimmig von den Anwesenden angenommen wurden. Von jetzt an sollte laut Beschluß alle 14 Tage eine Versammlung stattfinden.

Mit Spiel- und Leseabenden, Gesellschaftsspielen etc. wurden die nächsten Abende gestaltet.

Die offizielle Gründungsfeier sollte dann am 15. Juni 1947 sein. Hierfür wurden fieberhaft die Vorbereitungen getroffen.

Genehmigung

Genehmigung der Stadt Salzkotten mit Hinweis auf die Polizeistunde um 23 Uhr

Die Gründungsfeier

Am Sonntag, dem 15. Juni 1947, begann die Gründungsfeier unserer Kolpingsfamilie programmgemäß um 6 Uhr mit dem "Wecken" durch den Spielmannszug Oberntudorf. Die anschließende Gemeinschaftsmesse mit gemeinsamer hl. Kommunion war um 7.30 Uhr. Um 12 Uhr sollten Paderborner Blaskapellen ein Platzkonzert geben, das aber wegen starker Regenfälle erst um 13 Uhr beginnen konnte. Nach der Festandacht um 15 Uhr begann ein Festzug durch Oberntudorf mit Teilnehmern aus Salzkotten, Etteln, Fürstenberg, Schloß Neuhaus, Paderborn, Geseke, Delbrück, Elsen mit einem Zimmermann-Festwagen und Nordborchen mit einem Schuhmacher-Festwagen. Die Oberntudorfer Kolpingsfamilie nahm an diesemZug mit einem Schneider- und einem Tischler-Festwagen teil. Herolde in mittelalterlicher Tracht führten den Zug in Richtung Festlokal Meier. Hier wurden alle Anwesenden durch unsren Präses Josef Fust aufs herzlichste begrüßt. Der Zentralsenior der Deutschen Kolpingsfamilie, Alfons Bönning, sprach dann in seinem Festreferat über die Aufgaben der Kolpingsfamilie. Gemütliches Beisammensein mit Tanz im Anschluß an die offizielle Feier war der Ausklang eines unvergessenen Erlebnisses.

Umzug bei der Gründungsfeier

Die Oberntudorfer Kolpingsfamilie war mit einem prächtig dekorierten Wagen des Tischler-Handwerks vertreten